Am 09.04.2026 erschien in den Ruhnachrichten ein Leserbrief von Herrn Gisbert Baranski. Herzlichen Dank, Herr Baranski, für Ihre Perpektive auf das Konzert, wir haben uns sehr darüber gefreut:

In voller Länge…
Herr Baranski hat uns die ungekürzte Variante des Leserbriefs zur Verfügung gestellt und dessen Veröffentlichtung erlaubt:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
das Gastspiel des Freiburger Jazzchores zum Gedenken an Pauline Hünnemeyer am 20. März 2026 in der Lutherkirche in Castrop war ein herausragendes musikalisches Ereignis und bleibt sicherlich für die meisten ZuhörerInnen dauerhaft und nachhaltig für lange Zeit in Erinnerung.
Als international bekanntes Vokal – Ensemble mit einer großen Bandbreite weltumspannender Chormusik wurde es, solistisch und da chor, seinem Ruf vollkommen und absolut gerecht.
Es war eine Freude ihm zuzuhören und man hätte, ja wenn es denn möglich gewesen wäre, gern mitgesungen ! Hat aber nicht sein sollen !
Alle im Programm angekündigten Musikstücke waren kostbare Unikate, einzigartig von „The Way of Love“ bis „Wailers“ – und in einer besonderen Weise an diesem Abend gesungen.
In der Mitte allerdings das mit Herschmerz, Verstand und musikalischem Können interpretierte mit einem Text und Musik komponierte Lied: „One of us “ von Eric Bazillian, arrangiert von Bertrand Gröger.
Danach herrschte minutenlang eine a b s o l u t e Stille in der vollbesetzten Kirche und man spürte spirituell und emotional: P a u l i n e H ü n n e m e y e r war anwesend – mitten unter uns – EINE VON UNS oder „One of us „.
In diesem zutiefst bewegenden Augenblick fiel mir das Gedicht J. W. Goethes: „Wandrers Nachtlied“ ein:
„Der du von dem Himmel bist, Alles Leid und Schmerzen stillest,
Dem der doppelt elend ist, Doppelt mit Erquickung füllest,
Ach, ich bin des Treibens müde !
Was soll all der Schmerz und Lust ? Süßer Friede,
Komm, ach komm in meine Brust !
Nach dem Programm bedankten sich die Besucher mit einem lang anhaltenden nichtendenwollenden Applaus, so dass sich der Chor veranlasst sah, eine „Zugabe“ seines musikalischen Könnens zu geben mit dem vielen Kindern und junggebliebenen Erwachsenen bekannten „Abendlied“ nach einem Gedicht von Matthias Claudius :
„Der Mond ist aufgegangen, die goldenen Strenlein prangen, am Himmel hell und klar…“ mit allen sieben Strophen – war ein berührender, bewegender versöhnlicher Abschluss und unvergleich – unvergesslich !
Dank an Christine, Johannes und Johanna Hünnemeyer, der Kulturgemeinde, dem Kulturbüro, der Ev. Paulusgemeinde für ihre Kirche, jedoch in besonderer Weise dem „Jazzchor Freiburg“ mit Ihrem Leiter Bertrand Gröger, dass sie nach Castrop – Rauxel zum „Gedenken an Pauline – One of us “ gekommen waren, ihre Musik erklingen ließen und in wahren „Engels – Gesängen“ interpretierten, uns bewegten und sehr tief berührten. AMEN ! So ist es!
Mit freundlichen Grüßen,
Gisbert Baranski“
Sehr geehrter Herr Baranski, es ist eine wohltuende Sache. Sie teilen mit uns Ihre Gedanken und Gefühle zu unserer Pauline, obwohl Sie Pauline niemals persönlich kennengelernt haben und wir uns bis dahin auch persönlich nie begegnet sind. Solch ein Zuspruch hilft uns weiter und stärkt uns den Rücken. Vielen Dank dafür, auch im Namen meiner Frau Christine und Tochter Johanna.